Über die Freiwillige Feuerwehr Vallendar, welche als Stützpunktfeuerwehr besondere Aufgaben hat, gibt es einiges zu berichten.
Sie wurde am 26. August 1883, bedingt durch die sich häufenden Brände, vom Turnverein Vallendar unter der Führung des damaligen Bürgermeisters Cornell gegründet. Im Gründungsjahr konnte die Wehr schon 135 aktive Mitglieder aufweisen.
Der Löschzug erlebte, ebenso wie andere Löschzüge, eine wechselvolle Geschichte, bedingt durch Krieg und Neuaufbau. Den ersten Löschwagen konnte der Löschzug im Jahr 1938 einsetzen. Es handelte sich um einen ausgedienten Brotwagen, der von den Wehrleuten selbst umgebaut wurde. Bis das erste genormte Löschfahrzeug im Jahr 1953 in den Besitz des Löschzuges kam, vergingen 15 Jahre, die von Krieg und Wiederaufbau geprägt waren.

In den folgenden Jahren wurde die notwendige Ausrüstung immer wieder erweitert. Z.Zt. verfügt der Löschzug über ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/26), Rüstwagen (RW 1), Mehrzweckfahrzeug mit Ladebordwand (MZF),  Einsatzleitwagen (ELW), Mehrzweckboot (MZB) sowie über 2 Rettungsboote (RTB). Aufgrund der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Bendorf, die als sehr erfolgreich zu bezeichnen ist, konnte 1999 eine gemeinsame Drehleiter mit Korb (DLK 23/12) angeschafft werden. Diese DLK ist in Vallendar stationiert und steht bei Bedarf  sowohl der VG Vallendar als auch der Stadt Bendorf bei Brandeinsätzen -besonders bei der Menschenrettung- zur Verfügung. Weitere Stufen der  interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Bendorf sind in Vorbereitung.  Das im Jahr 1991 neu errichtete Feuerwehrgerätehaus an der B 42 ist sicherlich beim Vorbeifahren aufgefallen. Hier hat der Löschzug ausreichende Unterstellmöglichkeiten  für die Gerätschaften. Es befindet sich dort eine Schlauchpflegeanlage mit Trockenturm. Ebenso verfügt das Gerätehaus über eine Waschhalle, eine Atemschutzwerkstatt mit einem Kompressor zum Füllen der Atemluftflaschen und eine Industriewaschmaschine mit Trockner für die Reinigung der Einsatzkleidung. Diese Einrichtungen werden  von allen Löschzügen der Verbandsgemeinde Vallendar genutzt. Zur Koordinierung der Einsätze steht eine Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) zur Verfügung. Außerdem befinden sich hier ein Schulungsraum sowie die Räume der Jugendfeuerwehr, die für die gesamte Verbandsgemeinde im Gerätehaus Vallendar geschult wird.

Im Laufe eines Jahres sind vom LZ Vallendar eine Vielzahl von Einsätzen im Rahmen der Brandhilfe und der technischen Hilfe zu leisten. Die Aufgaben des Löschzuges umfassen den Brandschutz, die Technische Hilfe, den Gewässerschutz und die Abwehr von Gefahren bei Unfällen mit und ohne Gefahrstoffe. Einen besonderen Schwerpunkt bilden aufgrund der Lage von Vallendar die Hochwassergefahren.
Bei dem schweren Hochwasser im Jahr 1993 und 1995 konnte sich der Löschzug  bewähren und, dank der Zusammenarbeit mit den anderen Verbandsgemeindewehren, Schaden abwenden. Bei dem Großbrand in der Theologischen Hochschule in Vallendar in 2000 waren die Kräfte des Löschzuges Vallendar und die der anderen helfenden Wehren zur Schadensabwendung bis auf äußerste gefordert. Neben den Einsätzen und der immer wieder zu absolvierenden Übungen kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz.
Beliebt und eine vielbesuchte Veranstaltung im Herbst ist das Oktoberfest im „Spritzenhaus“, das der Förderverein der Feuerwehr Vallendar ausrichtet. Hier kommt zur Freude der Besucher richtige Bierzeltstimmung auf.

Wer hat Interesse, sich für die Aufgaben der Feuerwehr einzusetzen? Die Kameraden des Löschzuges Vallendar freuen sich über weitere Mitstreiter. Eine Kontaktaufnahme ist bei den Übungen/Wartungen, die jeweils donnerstags oder freitags, im Wechsel ab 19.00 Uhr, im Gerätehaus stattfinden, mit dem Wehrführer Thomas Itschert und dem stellvertretenden Wehrführer Jürgen Klöckner möglich.

Möchten Sie bei der Feuerwehr dabei sein? Informieren Sie sich bei uns oder auf der Kampagnenseite des Landesverbandes