Für das Jahr 2012 hatte sich die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Vallendar das Ziel gesetzt, wieder eine gemeinsame Übung der vier Löschzüge und der DRK-Verbände durchzuführen. Hierbei sollte vor allem die Zusammenarbeit aller Rettungskräfte, die Überprüfung der Löschwasserversorgung sowie die Anwendung des Funkkonzeptes der freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Vallendar im Vordergrund stehen. Dankenswerterweise hatten die Schönstätter Marienschwestern spontan geeignete Räumlichkeiten im Anbetungsheim für die Durchführung der Übung in Aussicht gestellt. So konnte Bürgermeister Pretz bereits vor dem Übungsbeginn am Montag, 11.6.12, zahlreiche Gäste und Übungsbeobachter auf Berg Schönstatt begrüßen und diesen die getroffenen Vorarbeiten sowie das anstehende Übungsszenario erläutern.

Zum Start der Übung wurde um 18:00 Uhr die Brandmeldeanlage des Anbetungshauses aktiviert und dadurch die Alarmierungskette über die integrierte Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr in Koblenz eingeleitet. Nach erfolgreicher Alarmierung begaben sich die Kameraden/-innen der Löschzüge Vallendar, Niederwerth, Urbar und Weitersburg sowie die DRK-Retter/-innen zum Übungsobjekt auf Berg Schönstatt. Hier wurde den eingetroffenen Kräften des Löschzuges Vallendar vermittelt, dass es im Kellergeschoss infolge von Schweißarbeiten im Heizungsraum zu einem Brandausbruch kam und dort auch noch drei Arbeiter vermisst wurden. Dabei veranlasste der Einsatzleiter Frank Schemmer zunächst, dass sich die Kameraden des Löschzuges Vallendar der Abarbeitung dieser Aufgabe annahmen. Diesbezüglich begaben sich sodann Trupps unter Atemschutzausstattung zur Menschenrettung in den verqualmten und unübersichtlichen Kellerbereich. Beim zwischenzeitlich weiter geführten Erkundungsvorgang am Schadensobjekt stellte sich heraus, dass sich der Brand bereits vom Kellergeschoss über die Lüftungskanäle bis ins Erdgeschoss ausgebreitet hatte. Auch hier wurde den Einsatzkräften die Lage vermittelt, wonach es in der Aula weitere 11 vermisste Personen zu retten galt. In diesen Einsatzabschnitt dirigierte der Einsatzleiter sodann die beiden Löschzüge aus Urbar und Niederwerth , welche im Verbund die Menschenrettung per Innenangriff über zwei unabhängige Zugänge im rückwärtigen Einsatzabschnitt der Aula übernahmen. Die nächste abzuarbeitende Übungslage ergab sich aus der Annahme einer weiteren Brandausdehnung über dem Dachbereich der Anbetungskirche. Hier galt es einen Außenangriff über die Drehleiter mit eigenständiger Wasserversorgung aus dem etwas abseits liegenden Löschwasserbehältnis am Schulungsheim einzuleiten. Diesen Einsatzauftrag vermittelte Wehrleiter Schemmer dem Löschzug Weitersburg, welcher die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke unter dem Einbau von zwischengeschalteten Verstärkerpumpen exzellent ausführte.
Als dann die Rettung der vermissten Personen aus dem Gebäude sehr zügig durchgeführt war und die Verletzten an die Retter des DRK zur Erstversorgung übergeben waren, konnte die Brandbekämpfung weiter fortgeführt werden. Nach Verkündung der Botschaft „Feuer aus“, per Funkspruch durch die jeweiligen Abschnittsleiter, konnte Frank Schemmer schließlich eine gelungene Übung beenden. Anschließend nutzte Bürgermeister Fred Pretz und Wehrleiter Frank Schemmer die Gunst der Stunde, um den fast 90 Übungsteilnehmern/-innen von Feuerwehr und DRK für ihr Engagement an der Übung sowie den unter Beweis gestellten sehr guten Ausbildungszustand zu danken und den offiziellen Abschluss der Übung mit einem kleinen Imbiss abzurunden.
Damit die Aufgaben der Feuerwehr dauerhaft qualifiziert fortgeführt werden können, sind die Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Vallendar auf weiteren Nachwuchs angewiesen. Dieser kann ab dem Alter von 16 Jahren für die anstehenden Aufgaben der Feuerwehr ausgebildet und in den Kreis der Kameraden integriert werden. Aber auch jüngere Interessenten (Mindestalter 10 Jahre) können sich bereits frühzeitig bei der Jugendfeuerwehr mit dem Feuerwehrwesen vertraut machen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die örtlichen Feuerwehrkräfte oder an die Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar unter der Telefonnummer 0261/6503-175. Über weitere aktive Mitstreiter würden wir uns sehr freuen.

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